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Mit „Petzi“ Deutsch lernen

Kindergartenkinder beschäftigen sich spielerisch mit der Nachbarsprache

Die 5- bis 6jährigen Kinder des Nydam Børnehus in Vester Sottrup waren ganz gespannt, als sie Petzi, Pelle, Pingu und Herrn Seebär in Alnor bei Gråsten abholten. Die vier Freunde aus Stoff waren ganz aus Deutschland übers Wasser gekommen, um eine Zeit im Kindergarten von Vester Sottrup zu verbringen. Vom Strand aus konnten die Kinder die deutsche Küste der Flensburger Förde sehen und erzählten: „Wir fahren immer zum Einkaufen da rüber! Und wir fahren durch Deutschland in den Urlaub!“

Spielen mit Petzi

Nachdem Petzi und seine Freunde bei der Kindergartenleiterin Kirsten Holm Petersen übernachtet hatten, wurden sie in den Kindergarten-Alltag integriert. Sie durften draußen mit den Jungs Fußball spielen, beim Pfannkuchen backen helfen, deutsche und dänische Flaggen malen und als Anschauungsobjekt für Körperteile fungieren. Spielerisch kamen deutsche Begriffe wie Bein, Arm, Kopf, Ball, rot, gelb, schwarz auf den Tisch. Die Neugier der Kleinen war geweckt. Immer mehr Begriffe schwirrten auf beiden Sprachen durch den Raum und schon verkündeten die ersten Kinder stolz ihren Eltern: „Wir können jetzt Deutsch!“

Vorschulkinder lernen Deutsch 

Hintergrund der Aktion war die Teilnahme an dem so genannten „Rasmus Klump – Projekt“ - so heißt die Figur „Petzi“ auf Dänisch. Das Projekt soll dänische und deutsche Kindergärten zusammenbringen, damit schon die ganz Kleinen Zugang zur Sprache des Nachbarn bekommen. Der Kindergarten Nydam Børnehus bekam den ADS-Kindergarten in Jarplund als Freundschafts-Kindergarten zugewiesen und freut sich über den Austausch. „Schon bevor die Kommune Sønderborg in diesem Schuljahr Deutsch ab der 0. Klasse eingeführt hat, haben wir an dem Projekt teilgenommen. Unsere Vorschulkinder hatten somit erste Kontakte mit der deutschen Sprache, bevor sie in die Schule kamen. Und: Es gab ein Umdenken bei Eltern und Behörden. Noch vor ein paar Jahren, war es total uncool, Deutsch zu lernen. Das hat dazu geführt, dass die Deutschkenntnisse auch in der Grenzregion immer mehr verkümmerten. Dagegen wollen wir aktiv etwas tun. „Bei uns stehen keine Lernziele im Vordergrund, sondern der spielerische Umgang!“ Erklärt Kirsten Holm Petersen. Sie selber gibt zu, dass ihre Deutschkenntnisse eher bescheiden sind, und sie bei den ersten Treffen mit den deutschen Kollegen sich überwinden musste, Deutsch zu sprechen. Doch es wird besser. „Jetzt streu‘ ich auch mal deutsche Begriffe in meine E-Mails und traue mich… auch wenn es grammatikalisch nicht immer korrekt ist“, meint Kirsten überzeugt. 

Ein Ausflug über die Grenze 

Nachdem Ausweise und Krankenversicherungskarten eingesammelt, die Kuscheltiere verpackt waren und die 34 Kinder sich von Mama und Papa mit wehenden Fahnen verabschiedet hatten, machten sie sich auf den Weg nach Jarplund. Sie wollten endlich ihren Freundschafts-Kindergarten und die Kinder kennenlernen. Ein gemeinsamer Besuch beim Indoor-Spielplatz „SumSum“ in Flensburg stand auch auf dem Programm. „Es wurde gekickt, gerutscht und gespielt und irgendwie haben sich die Kinder untereinander verständigt. Das lief alles wie selbstverständlich“, erzählt Kirsten und sagt weiter: „Die Kinder des ADS-Kindergartens haben uns mit offenen Armen empfangen. Unsere Kinder waren erst noch ein wenig zurückhaltend, aber beim Spielen war alles gut“.

Dänisch als Sprachenprofil

Der ADS-Kindergarten Jarplund hat Dänisch als Sprachenprofil. Bei diesem Konzept der Mehrsprachigkeit wird die so genannte Immersions-Methode angewandt – d. h. Dänisch ist im Kindergarten-Alltag Umgangs- und Unterrichtssprache. Regeln und Vokabeln werden dabei nicht zum Thema gemacht. Kinder lernen unbewusst die Sprache über das Spiel und den Austausch mit anderen Kindern. Das „Petzi-Projekt“ wurde 2015 als reines deutsches Projekt von sieben ADS-Kindergärten eingeführt. Die deutschen Kindergärten waren so begeistert über die Arbeit mit Petzi und seinen Freunden, dass sie das Regionskontor baten, das Projekt grenzüberschreitend weiterzuentwickeln und dänische Partnerkindergärten zu finden.

Tinge - linge later - tinsoldater

„Wir waren sehr überrascht darüber, was die Kinder in Jarplund schon alles über Dänemark und unsere Region wussten. Im Kindergarten hingen Bilder der dänischen Königsfamilie, des Schlosses in Gråsten und der berühmten Wachsoldaten. Dazu sangen die Kleinen textsicher das dänische Kinderlied ‚Tinge - linge later - tinsoldater‘. Ziemlich beeindruckend“, findet Kirsten. Und so kam es, dass als Gastgeschenk auch zwei Kinderuniformen von den königlichen Wachsoldaten im Gepäck waren und für viel Spaß sorgten.

Freundschaftskindergarten Jarplund und Gegenbesuch

Die 34 Kinder des Nydam Børnehus übernachteten im AAK Jugendzentrum Neustadt in Flensburg und verbrachten dann noch einen ganzen Tag mit den Vorschulkindern in Jarplund. Noch vor den Sommerferien statteten die Jarplunder Kinder ein Gegenbesuch in Vester Sottrup ab und vereinbarten weitere Treffen.

Kirsten Holm Petersen freut sich über die neue Zusammenarbeit und die Unterstützung der Eltern und Kollegen. So wird die Nachbarsprache Deutsch nach und nach in den Alltag des Nydam Børnehus integriert und weckt immer mehr die Neugier der Kleinen.

Und was machen Petzi, Pelle, Pingu und Herr Seebär gerade? Sie sind weitergezogen und backen jetzt in einem anderen Kindergarten haufenweise Pfannkuchen.

INFO

Das Rasmus Klump Projekt wurde von den ADS-Kindergarten-Trägern 2015 ins Leben gerufen und mit Hilfe des Regionskontors grenzüberschreitend etabliert, um die Sprache des Nachbarn schon in den Kindergärten der Region einzuführen. Regelmäßige Treffen der teilnehmenden Kindergärten sorgen dafür, die Hemmschwellen der anderen Sprache gegenüber abzubauen und die Neugier der Kinder auf die Nachbarsprache spielerisch zu wecken. „Rasmus Klump“ alias „Petzi“ vereinfacht den Zugang zur Sprache und unterstützt die Pädagogen in ihrer Arbeit, um das sprachliche Bewusstsein der Kinder zu erweitern. Die Besuche der Kindergärten wurden u.a. durch den Transportpool des aktuellen Interreg-Projekts „KursKultur“ finanziert.       

At lære tysk med Rasmus Klump 

Rasmus Klump Projektet blev sat i værk af syv tyske ADS-Børnehaver i 2015 som et sprogprojekt omkring dansk. Efter den store popularitet og succes i de tyske børnehaver er projektet med hjælp fra Regionskontoret blev grænseoverskridende.

Målet med projektet er at give børn en lyst til og mulighed for at lære nabosproget allerede i børnehaven. Børnene lærer nabosproget gennem leg, sange og remser. Et særligt highlight for børnene er, når de mødes med børn fra deres partnerbørnehave.

ADS-Kindergarten i Jarplund har dansk som sprogprofil, hvor der gøres brug af immersions-metoden, hvilket betyder, at dansk bliver anvendt i børnehavens hverdag og i legende aktiviteter.

Med hjælp fra Regionskontoret fik ADS-Kindergarten Jarplund en dansk venskabsbørnehave i Vester Sottrup, børnehaven Nydam Børnehus. De 34 børn fra Nydam Børnehus har været på besøg i Jarplund og omvendt. Disse møder blev støttet via Transportpuljen (Interreg-Projekt ”KursKultur").

Rasmus Klump alias ”Petzi” (på tysk) er blevet et stort hit hos børnene, og som del af projektet er der både blevet bagt pandekager, malet danske og tyske flag og sunget ”Tinge –linge later – tinsoldater”. Det tog ikke lang tid, før begreber som ben, arm, hoved, bold, rød, gul, sort blev frit brugt på dansk og tysk af de små. Nogle af børnene havde endda lyst til stolt at proklamere til deres forældre: ”Nu kan vi tysk!”

Kirsten Holm Petersen, der er leder af Nydam Børnehus glæder sig meget over det nye samarbejde og den støtte, projektet har fået fra forældre og kollegaer. Personligt har projektet resulteret i, at hun nu tør tale tysk mere frit med sine tyske kollegaer, men hun kan også se en meget tydelig effekt hos børnene, der er blevet meget nysgerrige på nabosproget. Faktisk har projektet været så succesfyldt, at det med sikkerhed kan siges, at Rasmus Klump Projektet kun er begyndelsen på et meget farverigt samarbejde mellem danske og tyske børnehaver i grænseregionen.

 

 

 

 

 

 

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Offentliggjort

12.09.2016

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